Lagerumschlag optimieren: So geht´s

 

Die Lagerung von Ware nimmt einen großen Kostenblock in der Logistik ein. Durch die Optimierung des Lagerumschlags lassen sich jedoch nicht nur die Kosten abschneiden, sondern auch das gebundene Kapital reduzieren. Ein effektiver Lagerumschlag führt daher sowohl für kleine als auch große Unternehmen zu einer spürbaren Verbesserung der Lagerlogistik.

 

Was versteht man unter Lagerumschlag?

Die Häufigkeit, mit der ein Lagerbestand in einem festgelegten Zeitraum ausgewechselt wird, bezeichnet man als Lagerumschlag. Vor allem beim Lagermanagement ist diese Kennzahl von entscheidender Bedeutung. Denn mit dem Lagerumschlag kann eine ineffiziente Lagerwirtschaft identifiziert werden.

 

Wie berechnet sich der Lagerumschlag?

Der Lagerumschlag lässt sich in der Praxis einfach berechnen. Der Quotient aus dem Umsatz und dem durchschnittlichen Lagerbestand zu einem festgelegten Zeitpunkt bildet den Lagerumschlag.

Lagerumschlag = Wareneinsatz / durchschnittlicher Lagerbestand

Liefert beispielsweise das Ergebnis einen Wert von 360, würde das bedeuten, dass alle Produkte jeden Tag verkauft werden würden. Damit würde es praktisch weder Bestand noch Lagerkosten geben.

Aus dem Lagerumschlag kann im Nachhinein die durchschnittliche Lagerdauer berechnet werden. Diese gibt an, nach wie vielen Tagen oder Monaten die gelagerten Produkte wieder aufgefüllt werden.

 

Was versteht man unter Lagerumschlaghäufigkeit?

Im Zusammenhang mit dem Lagerumschlag und deren Berechnungen fällt immer wieder der Begriff Lagerumschlagshäufigkeit. Diese Kennzahl gibt die Häufigkeit an, in der der durchschnittliche Lagerbestand eines Artikels im Laufe eines Geschäftsjahres komplett aus dem Lager entnommen und ersetz wird.

 

Lagerumschlag richtig interpretieren

Nachdem die Kennzahlen berechnet wurden, können zwei Szenarien entstehen:

Ein hoher Lagerumschlag ist grundsätzlich ein positives Anzeichen für hohe Verkaufszahlen. Zugleich bringt aber eine hohe Umschlagshäufigkeit einige Probleme mit sich. So ist der Bestand in ständiger Bewegung und führt daher meistens zu komplexeren Prozessen im Lager. Zwar sind hierbei die Lagerkosten meist niedrig anzusiedeln, doch dafür steigen die Verwaltungskosten wie Warenabfertigung oder Kommissionierung.

Ein niedriger Lagerumschlag bedeutet meist wenig Bewegung der Bestände im Lager. Hierbei lauert die Gefahr, dass bei einer zu langen Lagerung die Ware nicht mehr abgesetzt werden kann, da sie veraltet ist. Beispiele sind u. a. Lebensmittel oder auch Trendartikel wie Bekleidung.

 

Wie erhöht man den Lagerumschlag?

Für Händler ist es wichtig, ihren Lagerumschlag stets zu erhöhen. Dadurch sinken die Lagerkosten und der Umsatz erhöht sich. In der Praxis haben sich vier Maßnahmen für Erhöhung des Lagerumschlags bewährt:

  • Klassifizierung des Lagerbestands nach dem ABC-Prinzip
  • Genaue Bestandsprognosen
  • Erhöhung des Bestellrhythmus
  • Abbau der Altbestände

 

Fazit: Lagerumschlag erhöhen

Seinen Lagerumschlag zu erhöhen ist ein wichtiges Mittel, um profitabel im Onlinehandel zu werden. Durch eine gezielte Optimierung lassen sich dabei die Kosten reduzieren und Umsätze erhöhen. Mit geeigneten Kennzahlen kann zudem ein ineffizientes Lagermanagement leicht identifiziert werden.

 

Zurück

© 2022. gbl - global brands logistics GmbH.   |   ImpressumDatenschutz

Designed bysmic!
Wählen Sie Ihre Datenschutzeinstellungen um fortzufahren. Lesen Sie bitte unsere Datenschutzerklärung und unser Impressum.